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Wer bestimmt über die Altersfreigabe von DVDs?

  Jährlich gelangen mehrere Tausend neue DVDs auf den Schweizer Markt. Schätzungsweise 45'000 Titel sind hierzulande verfügbar. Aufgrund dieser grossen Menge ist es nicht möglich, dass ein einzelnes Gremium alle Filme prüft und die Altersfreigaben für die Schweiz festlegt. Für die Alterskennzeichnungen auf DVDs kommen deshalb grundsätzlich international anerkannte Bewertungssysteme zur Anwendung.

Deutschsprachige DVDs sind in der Regel auf der Verpackung bereits beim Import mit einer Altersfreigabe versehen. Es handelt sich um den Standard der Freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Filmwirtschaft (FSK). Die FSK ist in Deutschland seit langer Zeit staatlich anerkannt: Über 190 Prüferinnen und Prüfer schätzen bei jedem Film ab, ob er bei Kindern Ängste oder Desorientierung auslöst.

Anders als bei deutschsprachigen DVDs weisen Importe aus dem französisch- und italienischsprachigen Raum oftmals keine Altersempfehlungen auf. In solchen Fällen nehmen die Mitglieder des Schweizerischen Videoverbandes SVV eine Alterseinstufung nach dessen Richtlinien vor. Sie wird auf der DVD mit dem Label „Altersfreigabe SVV“ ausgezeichnet.

Konsum: Eltern in der Pflicht

Realistischerweise muss man davon ausgehen, dass die Altersbeschränkung nicht zwingend für den Konsum berücksichtigt wird. Letztlich werden Filme meistens zu Hause konsumiert, zum Beispiel zusammen mit älteren Geschwistern. Während die Abgabe von Filmen an Jugendliche im Laden mittels Ausweis kontrolliert werden kann und muss, ist der altersgerechte Konsum von Filmen zuhause in der Verantwortung der Eltern. Die Alterseinstufungen auf DVDs ermöglichen es den Erziehungsberechtigten, die Eignung von Filminhalten für ihre Kinder zu prüfen.

 

 

Movie Guide

Die grossen US-Studios, die Zwischenhändler und alle führenden Detaillisten haben sich verpflichtet, den Jugendschutz-Kodex „Movie Guide“ strikte einzuhalten. Der Kodex wurde von über 150 Unternehmen unterzeichnet, welche 97 Prozent des Marktes abdecken.